22 Februar 2026 - 09:42
Source: ABNA
Warnung vor Beginn eines globalen nuklearen Wettrüstens; Europa prüft nukleare Optionen nach Aussetzung des START-Abkommens

Mit der Aussetzung des Atomwaffenkontrollabkommens zwischen den USA und Russland hat Europa begonnen, nukleare Optionen zu prüfen; eine Entwicklung, die das globale nukleare Wettrüsten verschärfen könnte.

Laut der internationalen Nachrichtenagentur Ahl al-Bayt (ABNA) – Im Anschluss an die Aussetzung des Atomwaffenkontrollabkommens zwischen den Vereinigten Staaten und Russland sind Anzeichen für die Entstehung eines neuen nuklearen Wettrüstens auf globaler Ebene aufgetaucht; eine Entwicklung, die Europa, Ostasien und einige Länder des Nahen Ostens zur Entwicklung von Atomwaffen veranlassen könnte.

Berichten zufolge könnte die Möglichkeit der Entwicklung neuer Atomwaffen oder der Durchführung von Atomtests durch die Vereinigten Staaten nach dem Auslaufen des New-START-Abkommens eine Gegenreaktion Russlands und Chinas hervorrufen. Analysten warnen, dass ein solcher Verlauf auch europäische und ostasiatische Länder dazu ermutigen könnte, eigene Atomprogramme zu verfolgen.

Zunahme nuklearer Debatten in Europa

In diesem Zusammenhang berichten Medien über eine Zunahme politischer Diskussionen in Deutschland über die Notwendigkeit, eine nukleare Abschreckung zu erreichen. Ein prominenter deutscher Politiker der Alternative für Deutschland hatte erklärt, das Land "brauche Atomwaffen", was auf Reaktionen und Verurteilung durch einige andere Politiker stieß.

Auch Roderich Kiesewetter, ein Abgeordneter der Christlich Demokratischen Union, hat eine Beteiligung Deutschlands an einem "europäischen Nuklearschirm" gefordert. Diese Stellungnahmen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Frankreich zuvor angeboten hatte, seinen nuklearen Schutzschirm auf die gesamte Europäische Union auszuweiten.

Die Besorgnis einiger europäischer Eliten über die abnehmenden Sicherheitsverpflichtungen der Vereinigten Staaten gegenüber Europa, einschließlich der möglichen Reduzierung der Abdeckung durch den amerikanischen Nuklearschirm, wurde als einer der Hauptgründe für die Vorlage dieser Vorschläge genannt.

Prüfung neuer militärischer Optionen in Europa

In diesem Rahmen hat der deutsche Bundeskanzler bestätigt, dass Berlin Optionen zur europäischen nuklearen Abschreckung prüft. Europäische Beamte prüfen ebenfalls Optionen wie die Stärkung der französischen Atomwaffen, die erneute Stationierung von Bombern mit der Fähigkeit, Atomwaffen zu tragen, und den Ausbau konventioneller militärischer Fähigkeiten an der Ostflanke der NATO.

Eine weitere diskutierte Option ist die Bereitstellung technischer Infrastruktur für europäische Länder ohne Atomprogramm, damit sie diese Fähigkeit bei Bedarf erwerben können.

Rechtliche Beschränkungen und Umsetzungsherausforderungen

Trotzdem ist es Deutschland nach internationalem Recht, einschließlich des Atomwaffensperrvertrags (NPT) und des Zwei-plus-Vier-Vertrags, untersagt, Atomwaffen zu entwickeln. Einige Analysten sind jedoch der Ansicht, dass die Schwäche der Durchsetzungsmechanismen und die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Großmächten die wirksame Umsetzung dieser Gesetze vor Herausforderungen gestellt haben.

Mögliche Ausweitung des Wettrüstens auf andere Regionen

Experten warnen, dass Europa ebenfalls in dieses Wettrüsten eintreten könnte, falls sich das nukleare Wettrennen zwischen den USA einerseits und Russland und China andererseits verschärft. In einem solchen Szenario wird auch die Möglichkeit eines Transfers von Technologien im Zusammenhang mit Atomwaffen an europäische Verbündete der USA in Betracht gezogen.

Dieser Prozess könnte über Europa hinausgehen. Länder wie Japan und Südkorea könnten als Reaktion auf regionale Bedrohungen danach streben, ihre nuklearen Fähigkeiten zu stärken. Auch Saudi-Arabien und die Türkei könnten unter dem Einfluss regionaler Sicherheitserwägungen solche Optionen prüfen.

Warnung vor globalen Folgen

Analysten warnen, dass die Welt möglicherweise am Rande eines globalen nuklearen Wettrüstens steht. Obwohl einige Theoretiker glauben, dass Atomwaffen als wirksamer Abschreckungsfaktor dienen können, erhöht die Verbreitung dieser Waffen unter einer größeren Anzahl von Ländern das Risiko von Instabilität und unbeabsichtigten Konflikten.

Laut Experten könnte eine Zunahme der Anzahl von Ländern mit Atomwaffen die Wahrscheinlichkeit von Fehleinschätzungen, unkontrollierbaren Krisen und sogar eines versehentlichen Atomkriegs erhöhen; ein Thema mit weitreichenden Folgen für die globale Sicherheit.

Insgesamt haben das Ende der Rüstungsbeschränkungen zwischen den Großmächten und die zunehmenden Sicherheitsbedenken in Europa und anderen Regionen die Aussicht auf die Entstehung eines umfassenden nuklearen Wettrennens verstärkt; ein Prozess, der die globale Sicherheitsordnung vor ernsthafte Herausforderungen stellen könnte.

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